21.08.2017 Suwalki - Lodz über Wolfsschanze 522 km
22.08.2017 Lodz - Freiberg bei Dresden 509 km
23.08.2017 Freiberg - Waldbronn 532 km
Morgens zu Beginn der ersten Etappe meiner Heimreise in Aglona, versprach der Himmel nichts Gutes. So war mit mir, auch gleichzeitig der Regen mit am Start!
Der Regen hielt mit einer Beharrlichkeit bis Suwalken in Polen durch. Während dieser Etappe wurde mein Bekleidungsmaterial extrem auf Dichtheit geprüft!
Mein in die Jahre gekommener, Daytona-Stiefel hat verloren! Dieser Stiefel hat schon im Vorjahr während längeren Regenfahrten in Rumänien, die ersten kleineren Undichtheiten gezeigt. Doch diesmal waren beide Stiefel (überraschenderweise) so undicht, dass die Entscheidung für Neubeschaffung nicht schwierig war.
In Suwalken hatte ich das Hotel gewählt , das ich schon bei der Hinfahrt gebucht hatte. Es war das Hotel wo ich die vier Motorradfahrer traf die drei Monate unterwegs waren und aus Zentralasien kamen.
Mit fast trockenen Klamotten und mit Fön bearbeiteten Stiefel , ging es morgens bei trockenen Strassen und dunklem Himmel weiter. Das Hotel und der Standort hatte für mich die Vorteile: erstens gutes Hotel/Preis-Leistung, zweitens war die Etappe bei der Wetterlage nicht zu lang, drittens hatte ich mehrere Optionen zur weiterführenden Route.
Ich entschied mich für Lodz mit einem Zwischenstop bei der "Wolfsschanze", die Dunkelkammer des Schreckens, sozusagen. Es soll auch der der letzte Besuchsort meiner Reise zur deutschen Kriegsgeschichte sein! Na ja, wer sie mal gesehen hat.......
Eingang zum Areal Wolfsschanze nach dem man Parkgebühr und Eintritt bezahlt hat. |
Nr.3, Hier stand die Baracke in dem das Attentat am 20.7.1944 verübt wurde. |
Nr.13 , Bunker von Hitler |
In Summe waren es ca 100 Gebäude auf dem Areal. |
Der Ort ist seit 2012 ein forcierter Touristenmagnet für internationale Reisegruppen. Ob das alles so seriös vermarktet wird muss man selbst entscheiden. Meiner Ansicht nach hätte der eingetragene 57 ha große Biotop einen triftigeren Grund forciert zu werden. Ohne die Geschichte zu verdrängen...
Nun gut, mit meiner Weiterfahrt hat der Regen auch seine Pause pünktlich beendet.
Die ursprüngliche Route durch die Masuren über Danzig hatte ich kurzfristig am Vormittag bei Regen umentschieden. Das nächste Ziel war Lodz.
Von da an ging es auf Autobahnen in Richtung Old Germany. Durch die wunderschöne Lausitz mit nächstem Treffpunkt in Freiberg bei Joshi dem Sohn von meiner Lebenspartnerin.
Kurz vor zu Hause machte ich nochmal einen kurzen Schwenk zu meiner Werkstatt Manfred Wild in Maulbronn. Der mich technisch sehr gut auf meine Reise vorbereitet und gerüstet hat !
Nach 1964 km Heimreise mit kleinen Abstecher wurde ich dann am 23.08.2017 um 17:00 von meine lieben Frauke sehnsüchtig empfangen.
Natürlich wurde ich auch von der Tageszeitung BNN empfangen, die während meiner Reise so nett den Puls gefühlt hat und über mich berichtet hat.
Nach den Begrüßungsfreuden , dass alles so funktioniert hat und alles heil blieb, noch ein Interview mit Herrn Müller von der BNN.
Das Abendessen war dann der gewünschte "Badische Wurstsalat" 😘😙😅😜